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Dreams

Vor allem kurz nach dem Tod von Thomas habe ich oft von ihm geträumt. Oft haben diese Träume für mich keinen Sinn ergeben, manchmal haben sie mir geholfen, weil sie mir das Gefühl gaben (und geben), dass er bei mir ist.

 

14.10.2004

Thomas will in seinem Zimmer schlafen. Ich habe das Gefühl, dass er schon länger nicht mehr da war. Er ist gut drauf.

Wir sitzen unten im Wohnzimmer und hören Thomas oben. Wir hoffen, dass er auch kommt.

 

21.10.2004

Mama und ich gehen spazieren, zu Frau Leitgeb (Nachbarin) hinauf. Alles wird überwacht und ich gehe mit ungutem Gefühl zurück zu unserem Haus. Auf dem Parkplatz beim Basketballplatz ist ein kleines Kind. Vielleicht drei Jahre alt, blond. Sie meint, dass sie es vermisst, dass die Leute „echt“ sind.

 

23.10.2004

Bin mit einem Freund unterwegs. Treffen Ralf und Freunde von Thomas. Gehen mit ihnen mit und schauen Video über Thomas an (sein Leben).

 Thomas ist auch da und ich umarme ihn. Er lacht und ist fröhlich. Ich soll Heike sagen, dass das mit’m Wuh schon okay ist.

 

31.10.2004

Thomas wird vermisst- Niemand weiß wo er ist. Er ruft mich an und ich erzähle ihm, wie sehr ich ihn vermisse. Ihm geht es gut. Er meint, ich soll zurückrufen. Ich frage noch, ob er die alte Nummer hat, aber die Verbindung ist weg.        

Papa denkt dadurch, dass Thomas noch lebt.

Mama sucht ein Foto von Thomas. Findet zwei Gemälde, die sie gemalt hat in einem Raum mit Gewölbe.

 

16.11.2004

Waren mit Auto von Mama unterwegs- es wurde angeschossen. Thomas, Heike und ich waren dabei. Kommen nach Hause und Thomas will so tun, als ob nichts wäre und geht in sein Zimmer. Ich sehe Mama am Fenster. Ich will Thomas warnen und ihn anrufen, aber ich habe seine Nummer nicht (Ich habe sie am Vorabend gelöscht). Gedanke „Jetzt brauche ich sie doch“. Rufe dann Heike an, weil ich weiß, dass sie bei ihm ist.

 

23.11.2004

Thomas sitzt bei uns in der Küche (die alte dunkle, die wir schon seit Jahren nicht mehr haben). Er hat eine schwarze Mütze auf und zeigt sein Gesicht zuerst nicht. Hat etwas rosarotes und etwas Beiges.

Ich frage ihn, ob er Gott schon kennen gelernt hat. Er sagt „Ja, sicher“, und erzählt wo dieser wohnt, aber in einer Sprache die ich nicht verstehe. Er fragt, ob ich ihn verstehe und grinst.

Ich will ihn noch mehr fragen, aber mir fällt nichts mehr ein. Wollte fragen wie es war zu sterben, vergesse es aber. Habe gleichzeitig das Gefühl, überall helle, warme Farben zu sehen.

Er meint, dass er teilweise bei uns sein kann. Es tut ihm weh, wenn wir traurig sind. Er hält das nicht aus und verschwindet dann.

Ich sage zu ihm, dass ich ihn lieb habe. Er sagt „Ich dich auch“.

Ich berühre ihn, traue mich fast nicht- aus Angst, dass er dann verschwindet. Er hat abgenommen. Ich beginne zu weinen und er verschwindet langsam.

Er meint zu Mama, dass es wirklich keine Zeit gibt, und lacht.

 

05.01.2005

Ich bin bei Oma Rosa in Bärnbach und kümmere mich um meinen Opa aus Köln. Geh außer Haus und Börni ist im gegenüberliegenden Haus und hilft einem Mädchen beim Einziehen. Rede kurz mit ihm, und setze mich dann in mein Auto. Thomas sitzt neben mir und meint, dass da Börni manchmal ein bisschen seltsam ist, sonst aber ganz lieb.

 

07.01.2005

Habe das Gefühl, jemand will mich wegtragen aus Bett. Jemand nimmt mich an den Händen. Einmal hab ich das Gefühl, dass ich nicht mehr im Bett bin (spüre den kalten Boden).

Reagiere erst mit Angst, aber dann denke ich an Thomas und ich bin gespannt was passiert. Gedanke „Aha, so fühlt sich das an“.

 

09.01.2005

Sind bei meiner Oma zuhause in Voitsberg. Thomas sitzt am Tisch mit Freunden. Es ist Dienstag. Am Mittwoch wird er operiert, und alle wissen, dass er am Samstag sterben wird. Ich werde ihn ins LKH bringen. Ich weiß nicht, wie ich mich verabschieden soll.

Oma fragt ihn, welche Kekse sie für ihn machen soll, und dass sie ihn, wenn er Arcadium geht, abholt.

 

02.02.2005

„Schulausflug“. Ich drück mich vor etwas. Thomas kommt ins Zimmer (in Schule). Er sagt, wenn ich will gibt’s jetzt Frühstück. Ich gehe runter und er meint, man hat nicht bemerkt, dass ich in der Schule gefehlt habe. Er sagt, es gibt ein Essen für Familien, die ein Kind verloren haben.

 

21.02.2005

Mama liest mir alte Rittergeschichten vor. Ich schaue auf den Balkon von Thomas seinem Zimmer und sehe ihn verschwommen dort stehen. Er hat etwas buntes an, sein Gesicht sehe ich nicht genau. Ich bekomme Angst und beginne zu schreien und zu weinen.

 

Ich lese alte Briefe. Auf einmal bekomme ich das Gefühl, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Ein Brief ist in Mamas Handschrift. Sie meint, dass ich etwas lese, dass gar nicht da steht. Heike hat damit zu tun. Ich sehe das Wort „kill“. Einem von den beiden wird etwas passieren.

Ich bekomme Angst und denke fest an Thomas. Sehe Licht in mir.

Michael Strasser (kleiner Nachbar) sitzt neben uns. Er hat keine Angst.

 

23.02.2005

Mareike (eine Bekannte, die ich nicht gut kenne) wohnt bei uns- bei Thomas im Zimmer. Sie meint, dass sie ihn spürt und oft zu Leuten etwas sagt, ohne dass sie weiß warum- z.B. „Wegen dir habe ich das Gras gekauft“.

 

 

In letzter Zeit ist Thomas in meinen Träumen „noch einmal“ gestorben. Ich hab’s nicht fassen können, dass er stirbt. Wenn ich dann aufgewacht bin, hab ich bemerkt, dass er ja wirklich tot ist

Manchmal kommt er auch einfach so „nebenher“ vor. Ich steh zum Beispiel in der Küche und er schmiert sich ein Brot neben mir. Keine sinnvolle Träume, aber es ist dann so, als ob er doch noch hier ist...

 

18.4.09 23:25

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