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Grabreden

Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Bruder einmal zu Grabe trage. Trotzdem war es ein „schönes“ Begräbnis.

 

REDE VON MAMA

Wir trauern hier nicht um das Ende von Thomas, sondern wir feiern seinen Neubeginn in einer anderen Dimension. Die irdischen Spuren, die Du im Sand des Lebens hinterlassen hast, vergehen. Jedoch jene, welche Du in unsere Herzen gelegt hast, bleiben immer bestehen.

Mögen unsere Augen auch blind sein für Dich, und Du magst wohl weitergehen, doch unsere Herzen können Dich weiterhin sehen. Ja, mein Herz kann auch reden und es ruft Dir zu ganz inniglich, THOMAS, mein Sohn, wir alle lieben Dich. Wir wissen alle, der Ernst des Lebens hat ihn nicht sonderlich interessiert, er war immer von der Freude des Lebens getrieben und in seinem Inneren stets ein Kind geblieben. Irgendwie konnte er nicht verstehen, weshalb die Menschen so ernsthaft leben, hat stets seinen Lausbuben-Schalk eingebracht und viel Schweres für uns, ganz leicht gemacht.

Seine Worte waren oft auch unbequem und heute erst können den Sinn wir seh`n. Er ging Seinen Weg ganz konsequent vom ersten Tag bis zum bitteren End.

„Bitter“ nicht weil er so schnell von uns gegangen, sondern weil wir vieles erst jetzt verstanden…

Er sagte: Vom Unendlichen bin ich gekommen und dorthin kehre ich auch zurück. Und er betrachtete sein Leben, seine irdische Reise, nur als des Weges kleines Stück.

Einem Klavierspiel gleich, entstand das Leben aus der Stille und dort endet es auch…

Doch mit jedem Ton dazwischen, mit jedem Akkord, spielte das Leben sich fort und nun war es sein Wunsch und auch sein Wille, zurückzukehren zu dieser Stille.

Die Stille ist nicht Tod und Ende, sondern zu einem Neuen Leben die Wende.

Und in dieser Stille, der Stille des Herzens leben auch unsere Freude und auch unsere Schmerzen.

Wir sträuben uns nicht gegen all diesen Schmerz, doch vereinnahmt er auch nicht unser Herz.

Die Gefühle, die da sind, wir nehmen sie an, doch im Innersten, lacht Thomas uns an.

Hat er doch oft zu mir gesagt: „Geh, Mama, nimm es nicht so ernst, ist doch bloß Illusion! Es ist unser Spiel, das Spiel unseres Lebens, das kennst du doch schon!“

Es nun jedoch auch in diesem, seinem Licht zu betrachten, fällt uns möglicherweise nun doch nicht ganz leicht …

Doch wenn uns jetzt dies gelingt, hat ER damit SEIN Ziel  erreicht!

Seine größte Furcht war nicht der Tod, sondern nicht zu entsprechen und zu versagen. Wollte er doch so gerne, dass wir uns alle vertragen, so hat bis zum Schluss er dahin gewirkt und all unsere Bande so sehr gestärkt, dass wir gemeinsam in unserem Leben genauso wie er, als Sieger bestehen.

Er geht uns allen ein Wegstück voraus, bereitet uns drüben ein neues Zuhaus.

Er hat immer ein Ziel gesucht für sein Leben, dafür hat er sich Jahre gewunden und kurz bevor er ging, hat er es gefunden.

Er sagte: „Ich weiß jetzt endlich was ich will, den Menschen zu helfen, das ist mein Ziel!“

Nun, wie Thomas so war, gesagt getan, alles klar, hat sich vermutlich dann überlegt, wie das am besten wohl nun geht… Geht das von hier nun besser oder von dort? Wie Thomas so ist: Gesagt getan, schon war er fort!

Wir sind nun hier alle versammelt und verbunden, in Liebe zu Dir, in diesen Stunden…

Unser Gedenken soll freudig sein und es ist gut für uns zu wissen – auch wenn wir Dich vermissen – dass das Leben ein steter Fluss, mit dem Tode des Körpers nicht enden muss

Fühle Dich frei und von uns allen geliebt und wisse, lieber Thomas, DU hast nicht versagt, sondern gesiegt!

 

REDE VON BRUNO

 

Etwas was sehr zu Thomas passt…

Er hat Regeln so ziemlich gehasst.

Ich hab Ihn erlebt wie ein Rebell,

er hat immer das gemacht, was er will.

 

Viele Menschen hab ich geseh´n

Die ihren Weg weiter geh´n…

Doch im Herzen berührt so sehr wie er,

hat mich noch keiner bisher…

 

Er war und ist…

Ein Freund und Bruder für mich…

Und ich bin froh, hab ich es nie vermisst,

ihm zu sagen, was er für mich ist.

 

Er wusste und weiß, genau… wie sehr wir alle ihn lieben…

Und fühlte sich stets von uns allen getragen.

Manchmal, so mögen wir fragen:

Wieso ausgerechnet ER? Wie kann ich´s ertragen?

 

Kommt, lasst es uns tragen so wie er hätte wollen…

Lasst uns mit Freude ihm unsere Ehre zollen…

 

Für mich bleibt Thomas so wie er war:

Gesagt, getan… alles klar !

Und eines kann ich versprechen, daran dürft ihr denken…

den nächsten Joint rauche ich zu seinem Gedenken !

 

Der Geist formt die Materie… wurde uns gepriesen,

der Körper zerfällt, das ist bewiesen…

doch der Geist, der allem innewohnt,

der kann nicht sterben oder vergeh´n

Einige können das sogar seh´n

 

Thomas ist weg, zumindest im Fleisch

Doch für mich ist es gut, denn ich weiß,

dass sein Wesen welches ich so geliebt,

in andren Welten weiter lebt.

 

Darum ist es meine Art ihm zu gedenken;

meine Freude auf ihn zu lenken !

Ich steige nicht ein in den Schmerz dieser Welt,

natürlich, auch mir tut es weh…

doch weshalb soll ich trauern,

wenn ich ihn doch noch seh´?

 

 

So möchte´ich zum Trost Euch allen mitgeben:

Für mich wird Thomas weiterleben !

 

Ihr könnt mir jetzt sagen, das sei Fantasie,

doch überzeugen könnt Ihr mich nie !

Denn was ist der Glaube „Alles sei weg“ anderes als Illusion…?

So möge jeder glauben, in dieser Situation,

was ihm hilft und mehr Freude bringt, denn letztendlich seht,

was wissen wir schon ?

 

Was ist die Wahrheit?

Wo kommen wir her?

Wo gehen wir hin?

Was soll das hier?

 

Das Leben ist ein steter Fluss

Wo alles sich verändern muss….

Werden und Vergeh´n…

Wie soll ich dem widersteh´n ?

 

So lasst uns doch in Liebe…

den Weg mit Thomas geh´n,

an Gottes Hand geführt,

im Herzen tief berührt

der ungewissen Stille nun begegnen

und Ihn von Herzen segnen !

 

Ihn zu wissen in des Vaters gütiger Hand,

Ziehen ins gelobte Land…

In´s Land wo Milch und Honig fliessen…

Und neue Träume spriessen…

 

und geduldig warten auf den Tag,

wo man, wenn man wirklich liebt,

es auch ein Wiedersehen gibt !

 

Es gibt für mich nur eine Trennung die schlimmer ist

Als jene von Eltern und Kind:

Die Trennung von Gott dessen Kinder wir letztlich alle sind !

 

Gott ist die Liebe…

Gott ist das Meer…

Du bist die Welle…

Wir lieben Dich sehr…

 

Alles ist Geist…

Alles ist eins…

Es gibt keine Trennung…

Und auch kein „allein“…

für immer wirst Du bei uns sein !

 

Wo immer Du bist, wohin immer Du gehst,

Unsere Herzen sind mit Dir !

 

Wo immer ich bin…Was immer ich tu…

In der Liebe zu Dir find´ ich meine Ruh…

 

Du warst ein Zigeuner und bist es noch immer…

hättest Du nie gelebt wär das noch viel schlimmer !

Danke für Die Zeit mit Dir…

Und die Reise nach Hause…. die gönne ich Dir !

 

 

 
 
 

 

 

18.4.09 23:34

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